Mont Ventoux -Bericht-

Mit gieSom.com zum Mont Ventoux

TAG 1

Essen, und das reichlich – jede Menge Videos – und lesen / schlafen. So kann man den ersten Tag der Bus-Tour in kurzen Worten beschreiben.

Es ist Freitagmorgen kurz nach 5 Uhr in der Frühe. Alle Räder sind verpackt, und als das Mittagessen auch eingeladen ist, geht es los. Knapp 1000 km zum Hotel in Orange liegen vor uns. Uns, das sind 22 aktive Radfahrer, die zum Saisonausklang den Mont Ventoux erklimmen wollen.

Kurz vor 09:00 Uhr ist dann die erste Pause. Schnell wird ein Tisch aufgebaut, frische Brötchen (Dank an die Bäckerei Schlösser, die uns um 04:15 Uhr mit den Brötchen versorgt hat) mit diversen Belägen belegt und dann genauso schnell gegessen. Mit dem Kaffee, den Benno frisch aufgebrüht hat, ein guter Start.

Kurz nach 12:00 Uhr wird dann auf einem Parkplatz in Frankreich der Mittagstisch gedeckt. Die durch Rolf Köster vom Bistro Dahlienfeld heute morgen frisch angelieferten Kartoffel-, Nudelsalate, Frikadellen und Hähnchennuggets plus ein paar Kleinigkeiten sollen Kraft für die beiden Touren geben. Ein Joghurt zum Abschluss und schon geht es weiter.  Kurz vor Lyon, die vierte DVD ist zu Ende, gibt es Kaffee plus Gebäck/Kuchen.

Die Stimmung ist gut, als wir kurz nach 19:00 Uhr in Orange eintreffen. Auf der Terrasse vor den Zimmern im Erdgeschoß werden die Reste des Tages vertilgt. Danach geht’s aufs Zimmer. Der morgige Tag wird geistig durchgegangen. An den Rädern soll’s nicht liegen. Diese konnten bereits im Vorfeld durch Marcus Kesper von Sport Fahrrad Hübel auf Ventoux-Tauglichkeit gecheckt werden.

TAG 2

Einfach nur perfekt!!!
Sonne, auf der Hin- und Rückfahrt Rückenwind (warum auch immer??!!), kein Wind beim Aufstieg zum Mont Ventoux und oben perfekte Verhältnisse.

Aber der Reihe nach. In kompletter Gruppe geht es von Orange zum ersten Berg des Tages. Der Col de la Madeleine mit ca. 450 HM macht uns wenig Angst; nur der kahle Berg im Hintergrund wird immer höher.

Nach einem kurzen Stopp in Bedoin geht es dann die 21 km hoch. Jeder fährt sein Tempo, jeder teilt sich die Kräfte ein. Nach einer 15 km langen Fahrt durch herrlichen Fichtenwälder wird es kahl. jetzt stehen die letzten 6 km an. Der Turm ist schon lange zu sehen, kommt aber irgendwie nicht näher. Der letzte Kilometer zieht sich wie Gummi; aber dann ist es geschafft. Nach und nach kommen alle oben an. Jeder hat dabei seine Erfahrungen gemacht.

Nach einem Gruppenfoto geht es mit rasanter Geschwindigkeit Richtung Malaucene. Es gibt Kaffee und die ein oder andere Kleinigkeit. Die letzten 40 Kilometer wird die Gruppe von Joachim nach Orange „gehetzt“. Kuchen und das ein oder andere Kaltgetränk werden direkt auf der Terrasse des Hotels vertilgt, bevor es unter die Dusche und dann in die Innenstadt von Orange geht.

Auf einem der großen Plätze wird der Kohlenhydratspeicher für die nächste Tour aufgefüllt. Noch ein kurzer Spaziergang zum Theater (welches man leider zu dieser Uhrzeit nicht besichtigen kann) und ein Absacker auf der Terrasse, dann erlischt so langsam das Licht in allen Zimmern.

TAG 3

Nach einer gemeinsamen Anfahrt nach Malaucene über den Col de Suzette und en Col de la Chaine trennt sich die Gruppe. Während die Gruppe um Günter eine erste Pause einlegt, fahren die anderen mit Joachim über die Westrampe zum Mont Ventoux. Ein ganz anderer Anstieg als tags zuvor. Mal geht es zwei Kilometer 12 % (die Kilometersteine verraten jeweils die Prozent des nächsten Kilometer), mal wird es mit 4 % relativ flach. Oben wird nicht gewartet, sondern direkt die 6 km zum Chalet Reynard runter gefahren. Hier kann man schnell „auftanken“ und weiter geht es über Bedoin nach Chateauneuf-du-Pape. Nach einer kurzen Stärkung (wenn man Cola als Stärkung rechnen darf, denn festes gibt es nicht) geht’s die letzten 10 Kilometer nach Orange. Einfach herrlich, welch ein Abschluss der Radsaison.

Aber auch Gruppe 2 erklettert sich noch diverse Höhenmeter. Ihre Tour führt sie zunächst über den schon bekannten Col de Madeleine nach Bedoin. Nachdem sich einige dort mit Mont Ventoux Trikots versorgt haben, geht es in fliegender Zweier-Formation weiter Richtung Orange. Und weil es gerade so gut läuft entscheidet sich Günter noch für einen kleinen Umweg über Monteux. Später wird dann in Chateauneuf-du-Pape Rast gemacht. An diesem berühmte Städtchen mit dem noch berühmteren Wein kann Gruppe 2 einfach nicht vorbei fahren. Herrliche Sandwiches und natürlich ein Gläschen Rotwein (!) runden die Pause stilvoll ab. Danach geht es auch für sie zurück ins Hotel nach Orange.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Jan Sahner von quäldich.de.  Durch seine GPX Daten wurden diese herrlichen Touren möglich.

Nach der ersten Hochrechnung zur Bundestagswahl werden die Räder verladen. Danach geht’s wieder auf dem Marktplatz. Obwohl am nächsten Tag nur 12 Stunden Busfahrt anstehen, wird gegessen auf Teufel komm raus.

TAG 4

Ausschlafen ist nicht. Zumindest nicht im Kyriad. Ein perfektes Ausgangshotel, welches uns Phillip Fulgraff ausgesucht hat. Schnell sind kurz nach 07:00 Uhr die Koffer und alles Restliche im Bus verstaut. Dann geht’s mit Benno und Werner Richtung Heimat. Gegen 13:00 Uhr hat Benno diverse Suppen und Würstchen erwärmt, welche schnell ihre Abnehmer finden.

Da auch noch genügend DVD´s zur Verfügung stehen, vergeht die Zeit relativ schnell. Nachmittags dann noch Kaffee und Kuchen und schon ist Bonn wieder erreicht.

Hier heißt es jetzt Abschied nehmen. Aber wer weiß, vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr wieder.
Denn so viel darf schon verraten werden:

Die Planungen für eine weitere gieSom.com Tour liegen schon in der Schublade. Gerüchten zur Folge soll es dann zum Alpe d‘Huez gehen.

Man darf gespannt sein ; – )

8 Kommentare auf “Mont Ventoux -Bericht-”

  1. Maria sagt:

    Hört sich toll an, aber bis auf den Wein in Chateuneuf-du-Pape nichts für mich ;). Schön, dass ihr so wunderbares Wetter und so gute Stimmung hattet.
    Da kann man gespannt auf die nächsten Berichte sein.
    LG, Maria

  2. Din sagt:

    Das liest sich wirklich wunderbar und ich hoffe wirklich sehr, dass ich in Zukunft auch eine so interessante und schöne Tour mitmachen kann.

  3. Beate sagt:

    Nun, auch mein Kopf ist noch voller Bilder… Ich werde die Auf- und besonderes die Abfahrt nie mehr vergessen. ABER, auch wer absteigt (sch… egal ob rauf oder runter) hat das Ziel erreicht. Und Plan B am Tag 2 war genial. DANKE Günter!! Es war ein tolles Wochenende. Frühes Aufstehen, lange Busfahrt … es hat sich gelohnt! Eine SUPER nette Truppe!! Ich habe noch ne Rechnung mit dem Galibier offen, 2014 … ?? DANKE an die Orga, Ihr seid einfach SPITZE!!!

  4. Laurenz sagt:

    Da muss man erstmal drauf kommen; Du fährst 1000 Km, radelst – Dich selbst quälend – einen Berg rauf und fährst dann 1000 Km zuück; das Ganze mit einer Truppe von 20 ebenso Verrückten. Hört sich bescheuert an, ist es wohl auch. Aber es war super; „voll fett“ würde man heute sagen. Das sind so Momente, die Dich raus reißen aus dem Alltag, die einfach schräg und schön sind.
    Leute, vielen Dank; Joachim und Günter Ihr seid schon klasse…..

  5. Christoph sagt:

    Die Beine sind immer noch schwer, der Kopf immer noch voller Bilder. Die zwei langen Bustage haben sich definitiv gelohnt: Geniales Wetter, körperliche und menthale Grenzerfahrungen im Anstieg, supernette und spaßige Truppe. Klasse! Vielen Dank für’s Mitnehmen. und Organisieren. 🙂

  6. Hajo sagt:

    …..ich möchte mich an dieser Stelle für die perfekte Orga bedanken…..auch bei den anderen Teilnehmern; „Schön, das ich euch kennenlernen durfte…mir hat es mit euch allen sehr viel Spass gemacht! Zur Tour und zum „kahlen Berg“ sei gesagt: „ich hatte die Hosen voll ;-). Nur ganz wenige Kilometer dieses Jahr und dann dieser Berg…..aber ich, wie auch die anderen, habe/n es geschafft…..Respekt!! Tja und alles ohne Druck…..oder doch, den irgend jemand sagte doch: „Wer anhält, ist nicht hochgefahren“ ;-))……Alpe d’Huez …..gerne setzt mich auf die Liste…der Hajo

  7. Dieter Helbing sagt:

    Hammer war’s, geile Touren, super Truppe…. gerne wieder
    still working hard in Barcelona
    Dieter

  8. Ilona sagt:

    Einfach herrlich!

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